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Marilkes Igeltanreks
Kleiner Igeltanrek - Ratgeber & Zucht

Kleiner Igeltanrek (Lebensweise, Verhalten, Haltung)
lat. Name : echinops telfairi

Tanreks sind eine in Madagaskar heimische Kleinsäugerart, die 40 bekannte Arten umfasst.
Auf Grund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit, besiedeln sie dort fast sämtliche Gebiete.




Merkmale und Lebensweise

Der Kleine Igeltanrek ist ein ca. 12 -18 cm großer  Insektenfresser.
In seiner Heimat bewohnt er meist bewaldete Gebiete, wo er die Tage in Erdhöhlen oder hohlen Bäumen verschläft.
Nachts verläßt er diese, um auf die Jagd zu gehen.
Zu seiner Jagdbeute gehören Insekten jeglicher Art, Würmer nestjunge Mäuse und da er über ein sehr gutes Klettervermögen verfügt, plündert er auch nicht selten Vogelnester aus und macht sich über die  Brut oder das Gelege her.
Sein Gewicht liegt meist zwischen 110 Gramm und 220 Gramm. Wobei die Weibchen im adulten Alter meist etwas größer und schwerer als ihre männlichen Artgenossen sind.

Äußerlich und in vielen Eigenschaften ähnelt der Kleine Igeltanrek unseren einheimischen Igeln, ist aber nach neusten DNA Untersuchungen nicht mit diesem verwandt. Er ist eher der Gruppe der Afrotheria (Familie der afrikanischen Tiere) zuzuordnen und von seiner DNA her näher mit dem Elefant, dem Erdfekel und der Seekuh verwandt.
Hier hat die Evolution dem Anschein nach auf zwei sehr ähnliche aber genetisch wie auch geographisch voneinander unabhängige Anpassungsstratigien zurückgegriffen.

Er hat eine zur Schnautze hin spitz zulaufernde Kopfform. Sein gesammter Kopf, seine Unterseite und die Beine sind mit einem kurzem, spärlich wirkendem Haarkleid besetzt.
Die Fellfarbe variiert von dunkelbraun, beige bis zu dunkel- oder aschgrau.
auf dem Hinterkopf und auf dem Rücken hat der Tanrek igelähnliche Stacheln, die allerdings nicht so dicht sind wie bei Igeln. Diese kann er, wenn er sich einrollt aufstellen und sich somit vor Freßfeinden schützen, wenn ein Entkommen durch weglaufen ( sie können erstaunlich schnell rennen ) nicht möglich ist.
Die Farbe der Stacheln variiert je nach Melanineinlagerungen von beige bis dunkelbraun.
Viele Tiere aus meinen Würfen weisen auch einen
schwarzen Streifen der längst über den Rücken verläuft auf.



Die Lebenserwartung des Kleinen Igeltanreks  liegt in freier Wildbahn bei ca 3 - 5  Jahren, jedoch in Gefangenschaft kann er durchaus 6 - 9 Jahre alt werden.  Nicht selten berichten Tanrekhalter von Tieren, die sogar über 10 Jahre alt wurden.
Tanreks sind von Natur aus Einzelgänger, die sich nur zur Paarung mit einem Partner zusammenschließen. Da sie aber Artgenossen gegenüber meist keine Agressionen zeigen, können sie auch zu Gruppen mehrerer Tiere gehalten werden, wenn ihnen ein ausreichendes Platzangebot zur Verfügung steht.
Bei Gruppenhaltung teilen sie sich dann oftmals sogar die selbe Schlafhöhle und liegen dort eng aneinander gekuschelt oder auf einander gestapelt.
Dabei sollte aber bedacht werden, daß zwei männliche Tanreks schnell zu Konkurenten werden, wenn man sie in einer gemischten Gruppe hält. Monogame Gruppen sind am harmonischsten, wenn man keinen Nachwuchs bekommen möchte,
Hält man ein Männchen mit mehreren Weibchen, sollte man daran denken, daß diese jedes Jahr zwangsläufig jedes Jahr mit 4-9 Nachzöglingen rechnen muß, die alle untergebracht werden wollen und nach der Geschlechtsreife nach Geschlecht getrennt werden müssen.
Man kommst so schnell auf 2-3 Terrarien, die alle der Mindestgröße entsprechen sollten.

Von Ende September bis Ende März hält der Kleine Igeltanrek eine ausgiebige Ruhephase
( Dieser Zeitraum entspricht der trockenen und wärmsten Jahreszeit auf Madagaskar). Er überbrückt damit das mangelnde Futter- und Flüssigkeitsangebot dieser Zeit und vermeidet somit ein mögliches Verhungern oder Austrocknen indem er möglichst wenig Energie verbraucht.
In dieser Zeit fahren seine vitalen Funktionen ( Körpertemperatur, Herzschlag ...) auf Sparflamme und er verläßt seinen Schlafplatz nur noch selten zur Nahrungsaufnahme. Futter und Wasser muß allerdings auch in dieser Zeit immer zur Verfügung stehen.
Heitzsteine/-kabel oder Wärmelampen können nun ausgeschaltet werden. Die Temperatur sollte aber nie unter 18 Grad fallen, da das Tier ansonsten Schaden nehmen kann.
Durch die verringerte Nahrungsaufnahme verlieren die Tiere in diesen Monaten oft bis zu 50 Gramm Körpergewicht. Allerdings sollten sie nie unter 100 Gramm wiegen, da sonst ein Zufüttern nötig ist, für welches der Tanrek jedesmal geweckt werden muß und somit die Ruhephase jedes mal unterbrochen werden muß.
Aus diesem Grund achte ich darauf, daß meine Tiere ab Ende August hauptsächlich sehr gehaltvolles Futter erhalten, wie
z. B. hochwertiges Kittenfeucht- und Kittentrockenfutter und Zoophobaslarven.
Am Anfang der aktiven Phase von Anfang April bis Ende September beginnt die Paarungszeit der Tanreks.
In dieser Zeit kann man oft bei den Männchen beobachten, wie eine milchige Flüssigkeit aus den Augen und der Nase abgesondert wird. Der Zweck dieser Flüssigkeit ist allerdings noch unklar.
Die Paarung geht meist sehr lautstark über mehrere Wochen hinweg von statten.
Hierbei stößt das Weibchen lautstarke mehrschweinchenähnliche Laute aus, wo hingegen das Männchen meist einen leiseren Brummton von sich gibt.
Ca. 63 Tage später wirf das Weibchen zwischen 4 und 9 Junge, die blind und ohne Haare oder Stacheln auf die Welt kommen.
Nach ca. 5 - 7 Tagen kann man die ersten Stacheln durch die Haut brechen sehen und die Augen beginnen sich langsam zu öffnen.
Mit 4 Wochen nehmen die Jungtiere dann ihr erstes Festfutter zu sich, werden aber meist noch bis zur 6. Woche von der Mutter gesäugt.
Die Geschlechtsreift tritt nach der ersten Winterruhe ein.
Da die Geschlechtsteile bei Tanreks innen liegen, ist die Unterscheidung von Männchen und Weibchen nicht einfach.
Das eindeutigste Indiz für Männchen sind die typischen "Augenringe" und Vorwölbungen über den Augen bei geschlechtsreifen Tieren und der milchige
Ausfluß aus Augen und Nase, der in Erregungszuständen zu beobachten ist.



Haltung

Die meisten Tanrekhalter empfehlen eine Haltung im Terrarium, da so eine Regulierung der Temperatur leichter zu überwachen ist.
Ich halte meine Tiere allerdings erfolgreich in selbstgebauten Schrankvolieren, welche den Vorteil haben, daß die Außengitter sehr gerne als zusätzliche Klettermöglichkeit genutzt werden und daß Anbringen und Variieren von Hängebrücken und Kletterutensilien für mich leichter ist.
Die Mindestgehegegröße für 2 Tiere sollte bei mindestens
1 m²  liegen,
wobei auch hier gilt "Je größer desto besser". Eine Höhe von mindestens 0,8 m wird empfohlen, da Tanreks sehr gerne Klettern.

Die optimale Temperatur in den aktiven Monaten liegt zwischen  25°C  und 28°C ,  während der Ruhephase kann diese ruhig auf 20 ° C abfallen. Die Temperatur sollte allerdings nie unter 18 ° C  fallen, da die Tiere sonst sehr schnell unterkühlen. Tanreks sind kaum in der Lage ihre Körpertemperatur eigenständig zu regulieren. Zur Regulierung der Körpertemperatur sollte man in den Sommermonaten eine alternative Wärmequelle in Form eines Heizsteines oder einer Wärmelampe aufstellen,da viele Tiere diese gerne zur Anregung des Kreislaufes verwenden.Die Temperatur kann an diesen Plätzen ruhig um die 35°C - 40°C betragen. Es muß allerdings darauf geachtet werden, daß die Tiere sich keine Verbrennungen zuziehen können.
Ab Ende September kann man die Wärmequellen ausschalten,wenn die Tiere deutlich ruhiger werden und sich in ihre Höhlen zurückziehen um ihre natürliche Ruhephase zu beginnen. Ab Mitte März sollte man die zusätzliche Wärmequelle wieder anbieten, da in dieser Zeit die Tanreks langsam ihre Körperfunktionen wieder hochfahren und Wärmeplätze meist gerne aufsuchen.

Bei der Haltung von Tanreks in Gefangenschaft ist immer eine Vergesellschaftung von mindestens zwei Tieren zu empfehlen, wobei man bedenken muß, daß verschieden geschlechtliche Paare jedes Jahr einen Wurf von 4 - 9 Jungtieren produzieren können.  Des weiteren sollte auch immer darauf geachtet werden, daß ausreichend Platz vorhanden ist, damit die Tiere sich auch mal aus dem Weg gehen können. Weibliche Tanreks sind meist problemlos zusammen zu vergesellschaften, wo hingegen es bei mehreren Männchen nicht selten zu Reibereien kommen kann.
Dies kann aber meist eingedämmt bzw. verhindert werden, wenn genügend Platz vorhanden ist, sowie mehrere Schlafhöhlen und Futterplätze aufgestellt werden.
Ich halte meine Tiere auch meist nach Geschlechern getrennt, wobei mein Zuchtweibchen mit einigen ihrer Töchtern zusammenlebt und mein Zuchtmännchen mit seinen Söhnen problemlos vergesellschaftet ist.

Einrichtung

Die Einrichtung des Geheges sollte möglichst auf die Verhaltensweise des Tieres abgestimmt sein.
Mindestens zwei Schlafhöhlen, sowie Futter- und Wasserschale sind ein natürliches Muß.
Als Einstreu sollte ein Material verwendet werden, welches ein Graben und Einwühlen zuläßt. Hierzu empfiehlt sich Sand, Torf,unbehandelte Holzspähne, Leinen- oder Hanfeinstreu.
Da Igeltanreks sehr gerne klettern, dürfen Klettermöglichkeiten nicht fehlen. Dabei sind der Fantasie des Halters keine Grenzen gesetzt.
Zu empfehlen sind verschieden dicke Äste, Baumwurzeln, Holzbrücken, Korkrinden, Steine ... (schwere Einrichtungsgegenstände immer auf dem Grund des Terras plazieren und nicht auf das Einstreu stellen, da bei einer Unterbuddlung die Gefahr besteht, daß die Tanreks erschlagen oder erdrückt werden)
Dabei sollte beachtet werden, daß der Tanrek im Falle eines Absturzes auf keine harten Einrichtungsgegenstände fallen kann.
Des weiteren sollte die Möglichkeit zu einer alternativen Wärmequelle in Form eines Heizsteines oder einer Wärmelampe bestehen.
Eine weitere Einrichtungsmöglichkeit wäre einen abgetrennten Teil des Geheges mit ungedüngter Erde zu füllen um den Tieren ein Wühlen nach Würmern zu ermöglichen, was eine sehr natürliche Beschäftigungsmethode darstellen kann.
Auch sollte ein Sandbad mit feinkörnigen Chinchillasand nicht fehlen, da ich beobachten konnte, daß meine Tiere es lieben, sich darin zu suhlen und zu welzen.
Je nach Geschmack kann man sogar ein Paar ungiftige Pflanzen im Gehege unterbringen, die das Gehege abwechslungsreicher gestalten.

(Mehr zur Einrichtung und eine Bauanleitung findet ihr in der Spalte "Behausungsmöglichkeit /-beispiel")


Ernährung

täglich :
- Lebendfutter
wie z.B. Heimchen, Grillen, Heuschrecken,  Schaben, Zoophobaslarven ...
- Katzen-, Igel- oder Frettchentrockenfutter

Trockenfutter sollte immer auf dem täglichen Speiseplan stehen, da viele Tanreks im Alter zu schlechen Zähnen, Zahnsteinbildung und Kieferabzessen neigen.

gelegentlich :
- Katzen-, Igel- oder Frettchenfeuchtfutter
- Katzen-/Hundeleckerchen
- Babygläschen (ohne Milchanteil und Zucker)
- gekochtes Ei
- Magerquark (sehr wenig füttern, Durchfallgefahr)
- Beofutter
- abgekochtes Hühnerhack oder kleine Eintagsküken
- Obst wie z.b. Apfel, Erdbeeren, Bananen, Melone, Trauben
  (kein Steinobst oder Zitrusfrüchte)

Es sollte eine Multivitaminpaste und Mineralienpulver zugefüttert werden um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Oftmahls gehen Tanreks nur an das Futter, welches sie von dem Muttertier her kennen. Aus diesem Grund ernähre ich meine Nachzöglinge von Anfang an möglichst abwechslungsreich.



Zum guten Schluß bleibt mir dann nur noch zu sagen, daß ich jedem, der sich für eines oder mehrere dieser Tiere entscheidet viel Freude
damit wünsche.
Wenn man sich um seine Tanreks gut kümmert, können diese sehr zutraulich und handzahm  werden und danken es einem mit Agilität und Gesundheit.

MfG Marilke

Bei Interesse  oder Fragen schickt mir einfach eine Mail an :
E-Mail AD :              ronjaamyshiva@web.de


(Mehr Bilder findet Ihr in den Spalten  "Meine Tanreks"  oder  "Die Kinderstube")





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